Musik als Heilmittel

In der Seniorenresidenz „Zum Tuchmacher“ wird Musik gezielt zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Das Abspielen vertrauter Schlager oder entspannender Klänge, das gemeinsame Singen und Musizieren mit den Bewohnern – Diese musik- und klangtherapeutischen Angebote nutzten wir, um eine Wohlfühlatmosphäre in unserem Haus zu schaffen.

Regelmäßig finden verschiedene Angebote mit musikalischem Hintergrund in kleinen und großen Gruppen oder auch ganz individuell statt. Vor allem bei Bewohner*Innen mit einer Demenzerkrankung spürt man deutlich, dass Musik eine besondere Wirkung haben kann.

Einige von ihnen sind sehr unruhig, wenn sie bei uns einziehen. Durch das Erleben der Gemeinschaft und dem ruhigen sowie vertrauensvollem Umgang miteinander, finden sie ihr inneres Gleichgewischt wieder. Sie erleben ihren Alltag in Geborgenheit. Das Gespür für die Menschen, steht vor dem Einsatz der pharmazeutischen Therapie. Hier kommt die Musik zum Einsatz. Sie gilt als Mittel des Selbstausdrucks, um Gefühlen und Empfindungen einen Weg zu bieten. Musik hilft aber auch beim Loslassen, sie berührt uns, sie heitert uns auf.

Der Mensch nimmt bereits im Mutterleib erste Geräusche und Töne wahr. Als Kleinkind beginnen wir schon lange vorm Erlernen der Sprache mit dem Singen. In verschiedenen Phasen unserer Entwicklung werden sogenannte Lall-Laute zu immer komplexeren Tönen und Melodien. Heitere und frohe Menschen drücken ihre Freude durch Singen, Summen oder Jodeln aus. Dies ist ansteckend und es verbindet uns miteinander.